Vitalstoff Coach Markus Beyeler zum Thema Viszeralfett versus Testosteron Mangel
Vitalstoff Coach Markus Beyeler zum Thema Viszeralfett versus Testosteron Mangel

Was ist Viszeralfett und warum ist es so gefährlich?

Effektive Ernährungsberatung für Männer 50 PLUS - Was ist Viszeralfett und warum ist es so gefährlich?

 

Bis vor wenigen Jahren war man der Meinung, dass im Hinblick auf das Gewicht des Menschen vor allem der Body Mass Index entscheidend für die Gesundheit sei. Heute weiß man: Viel wichtiger sind Anteil und Verteilung des Körperfetts. Besonders kritisch ist dabei das sogenannte Viszeralfett – das Fett, das im freien Bauchraum um die Organe herum gespeichert wird. Dieses Viszeralfett ist evolutionsbiologisch durchaus sinnvoll, dient es doch in Zeiten von Nahrungsmangel als Energiereserve. Bei Überversorgung, sprich: Überernährung und Bewegungsmangel, kommt es jedoch zur Einlagerung von Viszeralfett, die sich gesundheitsschädigend auswirken kann. Besonders gefährdet sind Figurtypen des sogenannten „Apfeltyps“ – also Menschen, die bei Gewichtszunahme eher am Bauch und weniger an den Hüften zulegen. Tendenziell sind deswegen eher Männer betroffen, Frauen neigen zum sogenannten „Birnentyp“.

Anders als Unterhautfettgewebe ist Viszeralfett nicht sofort sichtbar, das heißt auch Menschen, die äußerlich relativ dünn aussehen, können unter einem zu hohen Anteil an Viszeralfett leiden.

 

Warum aber ist Viszeralfett so gefährlich? "Werde ich oft gefragt, und habe ich mich selber lange Jahre gefragt..."

Im Vergleich zu den Fettpolstern an Beinen, Po und Hüften ist das Viszeralfett stoffwechselphysiologisch besonders aktiv.

Es produziert eine ganze Reihe an Botenstoffen, die sich auf bestimmte Hormone auswirken und damit das Risiko für...

Diabetes (Typ II),

Arteriosklerose,

Bluthochdruck,

Schlaganfall oder

Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen

Zerstörung des körpereigenen Hormon Testosteron 

Wer dieses Risiko verringern möchte, sollte also nicht nur auf seinen Körperfettanteil, sondern auch auf den Bauchumfang achten. Studien haben gezeigt, dass Männer ab einem Bauchumfang von 94cm, Frauen schon ab 80cm gefährdet sind.

Der Bauchumfang lässt sich zu Hause ganz leicht selber messen. Einfach ein Massband auf Höhe des Bauchnabels um die Taille legen, leicht ausatmen und dann den Umfang ablesen.

 

Auch mit Körperfett - Waagen lässt sich das Viszeralfett messen, zum Beispiel mit der Omron BF-511 oder der Tanita BC 601.

 

Übrigens; wissenschaftliche Studien belegen nicht nur den Zusammenhang von Viszeralfett zu verschiedenen Krankheiten (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Leberschäden und Diabetes), sondern auch, dass eine Ernährung, die reich an löslichen  Ballaststoffen ist, das Viszeralfett und damit das Krankheitsrisiko verringern kann (Quelle). Pro 10g löslicher Ballaststoffe (z.B. in Äpfeln oder Hülsenfrüchten), die man pro Tag zusätzlich isst, kann das gefährliche Fett um 3,7% reduziert werden.

Wer sich pro Woche 2-4 mal für 30 Minuten sportlich betätigt, reduziert sein Risiko weiter.

 

Checkliste zur Reduktion des Viszeralfetts

Täglich zusätzlich 1-2 Äpfel essen.

Täglich 1 Esslöffel Flohsamenschalen in Wasser eingerührt trinken.

Regelmäßig Bohnen und sonstige Hülsenfrüchte essen.

Regelmässig Vollkornprodukte, z.B. Haferflocken, essen.

Regelmässig (2-4 mal pro Woche) sportlich betätigen, z.B. Nordic - Walken, Joggen, Schwimmen oder Fahrrad fahren.

Generell auf eine gesunde Lebensweise achten.